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Grundsätze der ödp

Hier einige Auszüge aus dem Grundsatzprogramm der ödp, die deutlich machen, warum ich mich gerade in dieser Partei engagiere:

So leben wir heute

Wir leben in einer Zeit des grenzenlosen Machbarkeitswahns. Alles scheint möglich, alles gerechtfertigt. Nicht ethische Grundsätze, sondern vorwiegend ökonomische Gründe bestimmen das Handeln der Menschen. Doch das Prinzip des "immer weiter, immer höher, immer schneller" wendet sich mehr und mehr gegen uns.

Die Ökonomie muß die ökologischen Grundlagen anerkennen

Das bisherige, auf einseitigen materiellen Verbrauch ausgerichtete Wirtschaftskonzept wird scheitern. Es verachtet wesentliche naturwissenschaftlich - ökologische, aber auch zentrale ökonomische Grundsätze. Insbesondere nimmt es die Begrenztheit der Mittel auf dem Planeten Erde einfach nicht zur Kenntnis. Ökonomie, die ihre ökologischen Grundlagen nicht beachtet, ist weder zukunftsfähig noch rational. Deshalb treten wir mit vielen Fachwissenschaftlern für das Grundprinzip der Nachhaltigkeit als Basis jeder menschlichen Aktivität ein: nur was sich auf lange Zeit und weltweit verwirklichen und verantworten läßt, darf heute geplant und in Handlung umgesetzt werden.

Gerechtigkeit für alle, die Kinder erziehen und Menschen pflegen - Schutz der Ungeborenen

Die Familie ist für uns nach wie vor die bewährteste Lebensform, in deren Geborgenheit der Mensch die ersten Jahre verbringt. Gerade in diesen Jahren sammelt der Mensch Erfahrungen, die sein späteres Verhalten als Erwachsener wesentlich prägen.

Der Einfluß mächtiger Interessenträger muß begrenzt werden

Damit der Staat wieder zum Anwalt des Gemeinwohls werden kann, muß den demokratischen Entscheidungsgremien die höchstmögliche Unabhängigkeit gesichert werden. Deshalb treten wir für eine strikte Trennung von politischem Mandat und wirtschaftlicher Interessenvertretung ebenso ein wie für ein Verbot von Parteispenden durch Firmen und Großorganisationen.

Folgende Punkte sind mir daher wichtig:

Wir leben von der Substanz, und das darf so nicht weitergehen.

Unsere Energieversorgung ist in großen Teilen von Rohstoffvorkommen abhängig. Ob Erdöl, Stein- und Braunkohle, Erdgas oder auch Uran, all diese Energieträger werden eines Tages aufgebraucht sein. Durch die rasante Entwicklung in Asien wird dies noch beschleunigt. Hinzu kommt die Problematik der Klimaveränderung durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die ungelöste Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle.

Es führt daher kein Weg daran vorbei, auf die Nutzung regenerativer Energiequellen zu setzen, bevor die Menschheit im Kampf um die letzten Reserven in mörderische Kriege gezogen wird.

Ebenso ist es notwendig, dem Ziel des steten Wachstums abzuschwören. Die einseitige Sicht vieler in der Politik auf materiellen Wohlstand ist verhängnisvoll und dem Wohl der Menschen nicht dienlich.

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft.

Allmählich beginnen wir zu begreifen, welch dramatische Auswirkungen der Geburtenrückgang  bei gleichzeitiger Steigerung der Lebenserwartung hat. Als Lösung wird durchweg die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch ein größeres Betreuungsangebot angesehen.

Ich halte es hingegen für wichtiger, die Erziehungsarbeit der Eltern in der Familie gleich hoch einzuschätzen wie die Berufstätigkeit. Denn gerade für kleine Kinder ist nach meiner Überzeugung der enge Kontakt zu den Eltern wichtiger, als eine noch so professionelle Betreuung in staatlichen Einrichtungen.

Unabhängigkeit der Politik von wirtschaftlichen Interessen und mehr direkte Mitwirkung der Bürger und Bürgerinnen

Im Grundgesetz steht, daß politische Parteien an der Gestaltung des Staates mitwirken. Tatsächlich hat man jedoch den Eindruck, daß die Parteien nicht nur mitwirken, sondern bestimmend sind. Wenn dann noch die Grenzen zwischen Politik und wirtschaftlichen Interessen verschwimmen, kann ich das nicht gutheißen.

Daher sollten Spenden an Parteien durch Firmen, so wie die ödp es in ihrer Satzung festgelegt hat, verboten sein. Denn es ist nie auszuschließen, daß durch die Finanzierung der Parteien durch Firmen und große Konzerne Einfluß auf Entscheidungen genommen wird, ohne daß die Öffentlichkeit dies wahrnimmt.

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